Ein Beispiel von einem Storyboard

Storyboard im Videobereich – so erstellst du ein Storyboard für dein Video

January 31, 2026

Willst du ein Video planen und dich wie die Profis vorbereiten? Dann solltest du ein Storyboard erstellen. Vielleicht hast du dich schon gefragt, wie erfahrene Filmemacher beeindruckende, gut strukturierte Videos produzieren. Die Antwort ist einfach: Sie nutzen Storyboards als Planungshilfe. In diesem Ratgeber erfährst du, was ein Storyboard ist, warum es wichtig ist und wie du Schritt für Schritt ein eigenes Storyboard für dein Video erstellst – inklusive nützlicher Tipps, Tools und Beispiele.

Was ist ein Storyboard?

Ein Storyboard ist im Grunde eine zeichnerische Version deines Drehbuchs – also eine visuelle Umsetzung deiner Video-Idee. Stell es dir wie einen Comicstrip vor, der deine Geschichte Panel für Panel erzählt. In jedem Panel skizzierst du eine Schlüsselszene deines Videos. Das können einfache Zeichnungen sein – es muss kein Kunstwerk sein! Selbst Strichmännchen genügen völlig, solange klar wird, was passiert. Unter jedem Bild notierst du wichtige Infos zur Szene, z. B. Dialog, Geräusche oder Kameraeinstellungen. Man nennt Storyboards deshalb auch ein “gezeichnetes Drehbuch”, weil sie das geschriebene Skript in Bilder übersetzen.

Warum überhaupt ein Storyboard? Ein Storyboard gibt dir und allen Beteiligten schon vor dem Dreh eine visuelle Vorstellung davon, wie das Video später aussehen soll. Du kannst damit deine Ideen testen und sicherstellen, dass alle auf dem gleichen Stand sind. Es hilft enorm bei der Planung, weil du das Video im Detail durchdenken musst, noch bevor die Kamera rollt. So merkst du frühzeitig, ob deine Story funktioniert, wo Übergänge fehlen oder ob etwas unlogisch ist. Kurz: Mit einem Storyboard vermeidest du teure Fehler beim Filmen.

Wie sieht ein Storyboard aus?

Ein typisches Storyboard besteht aus mehreren Panels mit Zeichnungen und Notizen – meist rechteckige Kästchen, die wie Bilderrahmen angeordnet sind. Jedes dieser Panels zeigt eine wichtige Szene oder Einstellung deines Videos. Darunter befindet sich Platz für Text: Hier schreibst du auf, was in der Szene passiert (Action), wer was sagt (Dialog) und wie gefilmt wird (Kameraeinstellungen, Bewegungen). Ein Storyboard sieht also aus wie ein Bilderbuch deines Films: Szene für Szene skizziert und beschriftet.

Du kannst dabei so grob oder detailliert zeichnen, wie du möchtest. Einige Storyboards bestehen nur aus einfachen Strichzeichnungen, andere nutzen Fotos oder digitale Grafiken. Wichtig ist nicht die künstlerische Qualität der Bilder, sondern dass die Idee klar rüberkommt. Jeder, der dein Storyboard liest, sollte verstehen, was du dir für die jeweilige Szene vorgestellt hast. Ein Storyboard-Beispiel könnte zum Beispiel 6 Panels umfassen, in denen die wichtigsten Momente eines kurzen Werbeclips gezeigt werden – von der Eröffnungsszene bis zur Schlussszene, jeweils mit kurzen Notizen darunter. So etwas hilft deinem Team, sich das Video visuell vorzustellen, noch bevor eine einzige Aufnahme gemacht wurde.

Warum ist ein Storyboard wichtig?

Vielleicht fragst du dich, ob der Aufwand fürs Storyboarden wirklich nötig ist – gerade bei kleinen Projekten. Die Erfahrung zeigt: Ein gut durchdachtes Storyboard bringt viele Vorteile und macht sich schnell bezahlt:

  • Gemeinsame Vision: Alle Beteiligten (Kamera, Regie, Schnitt, etc.) können sich dank Storyboard genau vorstellen, wie das fertige Video aussehen soll. Das erleichtert die Abstimmung enorm – jeder weiß, was wann zu tun ist, z. B. wann Musik eingespielt oder eine spezielle Kameraeinstellung gebraucht wird. So arbeitet das Team am selben Plan und Missverständnisse werden vermieden.
  • Zeit und Geld sparen: Durch die Vorab-Planung entdeckst du Fehler oder Lücken in der Story, bevor teure Dreharbeiten stattfinden. Änderungen am Konzept kosten auf dem Papier (bzw. am Whiteboard) fast nichts – am Set dagegen schon. Ein Storyboard minimiert Nachdrehs und unnötige Aufnahmen, was dir im Produktionsprozess Zeit und Budget spart.
  • Roter Faden prüfen: Beim Zeichnen merkst du, ob deine Geschichte einen logischen Ablauf hat. Du erkennst früh, ob ein roter Faden erkennbar ist und die Story dramatisch funktioniert. Eventuelle Unstimmigkeiten in Szenenfolge, Übergängen oder Timing fallen im Storyboard auf und können vorab korrigiert werden.
  • Einfachere Freigabe: Musst du dein Videokonzept jemandem präsentieren (Vorgesetzten, Kunden oder Investoren), hilft ein Storyboard ungemein. Es gibt Entscheidungsträgern einen klaren Einblick, wie das Video geplant ist. Das macht es viel leichter, grünes Licht für das Projekt zu bekommen, da man die kreative Vision schwarz auf weiß sieht.
  • Bessere Vorbereitung am Set: Ein Storyboard dient beim Dreh als visueller Ablaufplan. Das Filmteam kann Szene für Szene abhaken. Kameraeinstellungen, Licht, Ton – all das ist im Storyboard vorgedacht, sodass die Produktion reibungsloser abläuft. Du weißt genau, welche Aufnahmen du machen musst und kannst deine Dreharbeiten effizient organisieren.

Natürlich gibt es kleine Video-Projekte (z. B. spontane Clips oder einfache Bildschirmaufnahmen), bei denen man auch mal ohne Storyboard auskommt. Aber sobald dein Video ein breiteres Publikum hat oder die Handlung etwas komplexer ist, lohnt sich ein Storyboard immer. Es schafft Ordnung in deinen Ideen und gibt dir Sicherheit beim Dreh.

Was gehört in ein Storyboard?

Wenn du ein Storyboard erstellst, solltest du pro Szene folgende Informationen unterbringen, damit aus den Bildern ein vollständiger “Fahrplan” für dein Video wird:

  • Kamera-Einstellung: Welche Art von Aufnahme ist geplant? Weitwinkel, Totale, Halbnah oder Nahaufnahme? Aus welcher Kameraperspektive sieht man die Szene (z. B. Vogelperspektive von oben oder Froschperspektive von unten)? Notiere die Einstellungsgröße und Perspektive, da sie die Wirkung der Szene beeinflussen.
  • Kamerabewegung & Aktion: Bewegt sich die Kamera oder etwas im Bild? Markiere mit Pfeilen in deiner Zeichnung, wenn z. B. ein Schwenk oder Zoom der Kamera stattfindet. Auch Bewegungen von Personen oder Objekten kannst du mit Pfeilen andeuten (etwa „Person A läuft nach rechts aus dem Bild“). So ist klar, welche Dynamik in der Szene steckt.
  • Wichtige Bildelemente: Wer oder was ist in der Szene zu sehen? Zeichne die Hauptfiguren, Gegenstände oder Hintergründe, die wichtig sind. Wenn bestimmte Details im Vordergrund stehen sollen – etwa dein Produkt in einer Werbeszene – dann stelle sicher, dass sie im Panel auftauchen. Alles Relevante für das Verständnis der Handlung sollte im Bild angedeutet sein.
  • Handlung & Dialog: Unter dem Bild beschreibst du kurz, was in der Szene passiert. Schreibe in einfachen Worten die Aktion auf („Max betritt den Raum und schaut sich um“). Falls in der Szene gesprochen wird, notiere stichwortartig den Dialog oder die wichtigsten Punkte daraus. Auch Regieanweisungen oder Hinweise zur Stimmung kannst du hier ergänzen, damit klar ist, wie die Szene ablaufen soll.
  • Ton & Musik: Überlege, ob in der Szene Geräusche, Musik oder Soundeffekte eine Rolle spielen. Wenn ja, vermerke sie in den Notizen (z. B. „dramatische Musik startet“, „Telefon klingelt im Hintergrund“). Alles, was für die Atmosphäre wichtig ist, gehört ins Storyboard. (Unnötige Sound-Details kannst du weglassen – konzentriere dich auf das, was die Story unterstützt.)
  • Dauer der Szene: Falls du schon einschätzen kannst, wie lange die Einstellung etwa dauern soll, notiere auch die ungefähre Dauer (z. B. „3 Sekunden“ für einen schnellen Schnitt oder „10 Sekunden“ für eine längere Einstellung). Diese Angabe hilft später beim Timing und Schnitt deines Videos.
  • Nummerierung: Gib jedem Panel eine Nummer (Szene 1, 2, 3, …), idealerweise auch mit Referenz zur entsprechenden Szene im Skript. Die Nummerierung sorgt dafür, dass du und dein Team jederzeit den Überblick behalten. Wenn ihr über das Storyboard sprecht, kann jeder sich auf die Szenennummer beziehen.

Du musst nicht auf jedes Detail eingehen, aber je nach Projekt kann mehr Info hilfreich sein. Faustregel: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das Storyboard soll ein klares Bild vom Ablauf geben, ohne mit Text überfrachtet zu sein. Lieber wenige prägnante Stichpunkte als lange Beschreibungen – die Details stehen ja im Drehbuch.

Storyboard erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Jetzt geht es ans Eingemachte: Wie erstellst du ein Storyboard für dein Video? Keine Sorge – du musst kein professioneller Künstler sein. Folgende Schritte helfen dir dabei, dein erstes eigenes Video-Storyboard zu entwickeln:

  1. Idee und Konzept klären: Bevor du zeichnest, überlege dir die Kernidee deines Videos. Was ist die Hauptbotschaft oder Geschichte? Und für wen machst du das Video (Zielgruppe)? Schreib dir in ein paar Sätzen auf, was Zuschauer am Ende fühlen oder verstehen sollen. Dieses Konzept ist die Grundlage für alles Weitere. (Tipp: Stell dir ruhig die Frage: Wie sollen sich die Zuschauer fühlen, nachdem sie das Video gesehen haben? – Diese Überlegung hilft bei der Ausarbeitung.)
  2. Skript schreiben: Ein Storyboard folgt fast immer auf ein geschriebenes Skript oder Drehbuch. Das heißt, du solltest zunächst zumindest eine grobe Textvorlage haben. Schreibe auf, welche Szenen es geben soll und was darin gesagt oder gezeigt wird. Das Skript bildet das Gerüst deiner Story. Selbst ein einfaches Skript mit Stichpunkten reicht, um die Richtung vorzugeben. Ohne Skript läufst du Gefahr, im Storyboard planlos drauflos zu zeichnen. Also: Erst die Geschichte festlegen, dann die Bilder.
  3. Szenen aufteilen: Nimm dein Skript und unterteile die Handlung in einzelne Szenen bzw. Shots. Immer wenn ein neuer Ort, eine neue Einstellung oder ein zeitlicher Schnitt kommt, beginnt eine neue Szene. Jeder dieser Abschnitte wird später ein eigenes Panel im Storyboard. Denk daran: Wechselt in deinem Video die Kamera-Perspektive oder ändert sich, was man sieht, brauchst du ein neues Panel. Markiere dir im Skript, wo Schnitte geplant sind oder welche Schlüsselbilder du darstellen willst. So weißt du, wie viele Panels du ungefähr brauchst.
  4. Storyboard skizzieren: Jetzt kommt der kreative Part – zeichnen! Nimm dir Papier und Stift (oder öffne dein Zeichenprogramm) und erstelle für jede Szene ein Kästchen. Zeichne in jedes Panel eine Skizze der Szene. Hier genügt wirklich eine grobe Zeichnung: einfache Figuren und Formen. Wichtig ist, dass erkennbar ist, wer was tut und wo die Szene spielt. Wenn du künstlerisch begabt bist, kannst du dich austoben – aber notwendig ist es nicht. Alternativ kannst du auch direkt digitale Tools nutzen, um nicht von Hand zeichnen zu müssen. Viele greifen z. B. auf PowerPoint zurück und bauen dort Folien mit Bildern als Storyboard-Frames. Es gibt sogar spezielle Online-Tools wie Storyboard That oder Design-Tools wie Canva, mit denen du Szenen per Drag-and-Drop zusammenstellen kannst. Wähle den Weg, der dir am meisten liegt – ob Bleistift oder Maus, am Ende zählt das Ergebnis.
  5. Notizen hinzufügen: Unter jedes gezeichnete Panel gehören nun die Details zur Szene (siehe Abschnitt Was gehört in ein Storyboard? oben). Schreibe unter jedes Bild, was wichtig ist: z. B. „Nahaufnahme – Person A am Tisch. Dialog: ,Hallo!‘ – Kamera schwenkt nach links zum Fenster, leise Musik im Hintergrund.“ Fasse dich kurz, aber sei eindeutig. Stell dir vor, jemand anderes müsste anhand deiner Notizen die Szene drehen – würde er alles Nötige verstehen? Diese Anmerkungen sind das Herzstück, das dein Storyboard zum praktischen Fahrplan macht.
  6. Feedback und Feinschliff: Wenn alle Szenen skizziert und beschriftet sind, geh dein Storyboard in Ruhe durch. Stimmt die Reihenfolge? Fehlt irgendwo ein Übergang oder eine erklärende Notiz? Passe es gegebenenfalls an. Es ist auch sehr hilfreich, eine zweite Person drüber schauen zu lassen – idealerweise jemanden aus deinem Team oder der Zielgruppe. Frage, ob sie die Handlung lückenlos verstehen und ob etwas unklar ist. Oft fallen einem anderen Betrachter Dinge auf, die man selbst übersehen hat. Scheue dich nicht, Änderungen vorzunehmen. Dein Storyboard muss nicht auf Anhieb perfekt sein. Wichtig ist, dass es schlussendlich deinen Vorstellungen entspricht und für Außenstehende nachvollziehbar ist. Sobald das gegeben ist, hast du ein solides Storyboard in der Hand!

Tipp: Wenn du per Hand zeichnest, kannst du Storyboard-Vorlagen verwenden, damit du nicht jedes Kästchen selbst aufziehen musst. Online findest du z. B. hier fertige Storyboard-Vorlagen zum Ausdrucken. Achte darauf, dass die Rechteck-Kästchen in etwa das gleiche Seitenverhältnis haben wie dein späteres Video (für ein YouTube-Video also z. B. 16:9). So sehen deine Skizzen schon vom Format her aus wie die richtigen Aufnahmen und du behältst das Bildformat im Blick.

Digitale Tools fürs Storyboard

Du kannst dein Storyboard natürlich klassisch auf Papier zeichnen. Doch es gibt inzwischen viele digitale Helfer speziell für Storyboards (oft auch Storyboard Creator genannt). Diese Tools nehmen dir viel Arbeit ab und bieten Vorlagen, Zeichenfunktionen und Bibliotheken von Grafiken. Hier einige Storyboard-Tools und Programme, die sich bewährt haben:

  • Storyboard That – Eine webbasierte Anwendung, mit der du per Drag-and-Drop Storyboards erstellen kannst. Besonders beliebt im Bildungsbereich, da es einfach zu bedienen ist und viele Vorlagen bietet (Grundversion kostenlos, erweiterte Funktionen teils kostenpflichtig).
  • Visme – Ein Online-Design-Tool, das neben Infografiken und Präsentationen auch Storyboard-Vorlagen zur Verfügung stellt. Geeignet, wenn du ein interaktives, optisch ansprechendes Storyboard online bauen willst.
  • Canva – Ein sehr beliebtes, kostenlos nutzbares Grafik-Tool. Canva stellt viele Storyboard-Vorlagen bereit und hat eine riesige Bibliothek an Icons, Grafiken und Fotos für deine Panels. Du kannst damit ohne Zeichenkünste professionelle Storyboards gestalten – ideal, wenn du wenig Budget hast und trotzdem ansprechende Ergebnisse möchtest.
  • Storyboarder – Ein kostenloses Open-Source-Programm von Wonder Unit, speziell für Storyboarding entwickelt. Es ist schlicht und leicht zu bedienen, bietet aber viele nützliche Funktionen. Du kannst z. B. Zeichnungen importieren, Panels leicht verschieben und in der Community geteilt bekommst du sogar Erweiterungen. Für alle, die lieber auf dem Computer zeichnen.
  • Plot – Ein schlichtes, günstiges Storyboard-Tool (ca. 10 US-Dollar im Monat), das auf Einfachheit setzt. Es läuft auch auf mobilen Geräten, sodass du unterwegs an deinem Storyboard weiterarbeiten kannst. Praktisch, wenn du spontane Ideen direkt festhalten möchtest.
  • Previs Pro – Eine mobile App (für Smartphone/Tablet), mit der du Storyboards in 3D erstellen kannst. Besonders nützlich, um Kamerawinkel und Bewegungen vorab zu visualisieren. Für komplexere Szenen oder wenn du viel mobil arbeitest.
  • Cadrage Director’s Viewfinder – Ebenfalls eine App fürs Smartphone, allerdings spezialisiert darauf, Kameraperspektiven und -objektive zu simulieren. Sie hilft Regisseuren und Kameraleuten, Einstellungen zu planen. Im Storyboarding-Kontext kannst du damit reale Kamerabilder vorbereiten und ins Storyboard einfließen lassen.
  • Toon Boom Storyboard Pro – Die Profi-Lösung unter den Storyboard-Softwares. Mit dieser Software lassen sich sogar animierte Storyboards (sogenannte Animatics) erstellen. Viele professionelle Storyboard Artists in Film und Animation schwören darauf, da es mächtige Zeichen- und Animationsfunktionen bietet. Allerdings hat das seinen Preis: Storyboard Pro ist vergleichsweise teuer (im Monatsabo rund 71€). Für große Projekte kann es sich lohnen, aber probiere am besten erst die kostenlose Testversion aus.

Wie du siehst, gibt es für jeden Bedarf das passende Tool – vom einfachen Online-Storyboard-Creator bis zur High-End-Software. Wenn du gerade anfängst, reicht vermutlich ein kostenloses Tool wie Canva oder Storyboarder völlig aus. Wichtig ist, dass das Tool dir liegt und dich beim Planen unterstützt. Am Ende ist das Storyboard nur so gut wie die Gedanken, die du dir dabei machst – unabhängig davon, ob es auf Papier oder am Bildschirm entsteht.

Tipps für ein gelungenes Storyboard

Zum Abschluss noch ein paar praktische Tipps, damit dein Storyboard wirklich überzeugend wird und dir die Videoerstellung erleichtert:

  • Kenn deine Botschaft: Überleg dir von Anfang an, welche Aussage dein Video haben soll und welche Emotionen du beim Publikum wecken möchtest. Diese Klarheit hilft dir, die richtigen Szenen auszuwählen. (Frage dich: Was sollen die Zuschauer nach dem Video denken oder fühlen?)
  • Strukturiere die Geschichte: Achte darauf, dass deine Story einen klaren Anfang, Mittelteil und Schluss hat. Lege eine sinnvolle Reihenfolge der Ereignisse fest. Falls dein Video Rückblenden oder Zeitsprünge hat, plan das im Storyboard bewusst ein. Ein guter chronologischer Ablauf im Storyboard gibt deinem Video später einen nachvollziehbaren Rahmen.
  • Fokussiere auf Schlüsselszenen: Du musst nicht jede Mini-Detailszene zeichnen. Konzentriere dich auf die wichtigsten Momente und Wendepunkte deiner Geschichte. Diese Schlüsselszenen gehören ins Storyboard, weil sie den Verlauf bestimmen. Weniger wichtige Übergänge kann man oft weglassen oder zusammenfassen. Frage dich: Welche Bilder müssen unbedingt rein, damit die Story funktioniert? – Genau diese solltest du darstellen. Dadurch bleibt dein Storyboard übersichtlich und zeigt trotzdem alles Wichtige.
  • Zeige klar, was passiert: Achte darauf, in deinen Zeichnungen und Notizen deutlich zu machen, worum es geht. Wenn z. B. eine Figur traurig oder wütend ist, versuch dies in der Skizze kenntlich zu machen (etwa durch Gesichtsausdruck oder Körperhaltung). Markiere wichtige Objekte oder Handlungen eindeutig. Lieber eine Beschriftung mehr als zu wenig – Unklarheiten kosten später Zeit. Stell dir vor, jemand kennt dein Projekt nicht: Würde er anhand des Storyboards alles verstehen? Falls nein, passe es an.
  • Halte es einfach: Verzettele dich nicht in Perfektionismus beim Zeichnen. Ein Storyboard-Beispiel aus der Praxis zeigt oft grobe Zeichnungen, die Idee aber glasklar. Es muss nicht schön aussehen, sondern wirkungsvoll sein. Nutze kurze Stichworte statt langer Texte. Und hab keine Angst, auch mal was zu ändern oder Panels umzustellen, wenn dir im Nachhinein etwas Besseres einfällt. Das Storyboard ist ein flexibles Werkzeug für dich – benutze es so, wie es dir am meisten nützt!

Wenn du diese Tipps beherzigst, wird dein Storyboard zu einer starken Grundlage für dein Videoprojekt. Es hilft dir, deine Gedanken zu ordnen und sicherzustellen, dass dein Team deine Vision teilt.

Checkliste: Merkmale eines guten Storyboards

Woran erkennst du, dass dein Storyboard gelungen ist? Hier eine kurze Checkliste von Kriterien, die ein gutes Storyboard ausmachen – angelehnt an Empfehlungen von Film-Profis:

Kriterium Beschreibung
Visualisierungskonzept Wird klar, was du warum visualisierst? Wählst du die richtigen Szenen aus, um deine Idee rüberzubringen? Dein Storyboard sollte nachvollziehbar machen, weshalb du genau diese Bilder zeigst.
Visuelle Klarheit Sind deine Bilder einfach und verständlich? Jeder Panel sollte auf den ersten Blick erkennbar machen, was Sache ist. Vermeide unnötige Details, die vom Wesentlichen ablenken.
Abstimmung mit Team Hast du das Storyboard ggf. mit Regie oder Kamera abgesprochen? Wenn du im Team arbeitest, hole dir Input von Kollegen. Zusammenarbeit sorgt dafür, dass das Storyboard technisch und kreativ stimmig ist.
Professionalität Berücksichtigst du grundlegende Filmsprache? Denk an Einstellungsgrößen, Kamerawinkel etc., damit dein Storyboard wie ein kleiner Film funktioniert. Nutze Begriffe wie Totale oder Nahaufnahme in den Notizen, wenn es passt.
Kernaussage jeder Szene Zeigt jedes Panel, was in der Szene am wichtigsten ist? Achte darauf, dass pro Bild die beabsichtigte Aussage rüberkommt, sei es eine bestimmte Handlung oder Emotion.
Kein Selbstzweck Dein Storyboard dient der Planung, kein Comic für die Pinnwand. Halte dich nicht mit Schönmalerei auf, sondern sorge für Klarheit. Wenn jemand dein Storyboard sieht, sollte er sofort wissen, was umgesetzt werden soll. Es geht nicht darum, künstlerisch zu beeindrucken.
Bild und Ton im Einklang Passt deine Bildskizze zu deinen Notizen? Stelle sicher, dass Zeichnung und Beschreibung sich ergänzen. Wenn du z. B. einen lauten Knall in den Notizen erwähnst, sollte im Bild eine Andeutung davon zu sehen sein, oder zumindest klar, warum der Knall passiert. Umgekehrt: Erwähne Toneffekte nur, wenn sie für die Szene relevant sind.
Visualisierungskonzept
Wird klar, was du warum visualisierst? Wählst du die richtigen Szenen aus, um deine Idee rüberzubringen? Dein Storyboard sollte nachvollziehbar machen, weshalb du genau diese Bilder zeigst.
Visuelle Klarheit
Sind deine Bilder einfach und verständlich? Jeder Panel sollte auf den ersten Blick erkennbar machen, was Sache ist. Vermeide unnötige Details, die vom Wesentlichen ablenken.
Abstimmung mit Team
Hast du das Storyboard ggf. mit Regie oder Kamera abgesprochen? Wenn du im Team arbeitest, hole dir Input von Kollegen. Zusammenarbeit sorgt dafür, dass das Storyboard technisch und kreativ stimmig ist.
Professionalität
Berücksichtigst du grundlegende Filmsprache? Denk an Einstellungsgrößen, Kamerawinkel etc., damit dein Storyboard wie ein kleiner Film funktioniert. Nutze Begriffe wie Totale oder Nahaufnahme in den Notizen, wenn es passt.
Kernaussage jeder Szene
Zeigt jedes Panel, was in der Szene am wichtigsten ist? Achte darauf, dass pro Bild die beabsichtigte Aussage rüberkommt, sei es eine bestimmte Handlung oder Emotion.
Kein Selbstzweck
Dein Storyboard dient der Planung, kein Comic für die Pinnwand. Halte dich nicht mit Schönmalerei auf, sondern sorge für Klarheit. Wenn jemand dein Storyboard sieht, sollte er sofort wissen, was umgesetzt werden soll. Es geht nicht darum, künstlerisch zu beeindrucken.
Bild und Ton im Einklang
Passt deine Bildskizze zu deinen Notizen? Stelle sicher, dass Zeichnung und Beschreibung sich ergänzen. Wenn du z. B. einen lauten Knall in den Notizen erwähnst, sollte im Bild eine Andeutung davon zu sehen sein, oder zumindest klar, warum der Knall passiert. Umgekehrt: Erwähne Toneffekte nur, wenn sie für die Szene relevant sind.

Gehe diese Punkte durch, wenn dein Storyboard fertig ist. Diese Qualitätsmerkmale sorgen dafür, dass dein Storyboard in der Praxis wirklich hilfreich ist und nicht bloß hübsch aussieht.

Fazit

Ein Storyboard zu erstellen mag im ersten Moment nach extra Arbeit klingen, aber es ist ein unglaublich wertvolles Werkzeug, wenn du ein Video planst. Gerade für Einsteiger ohne Vorkenntnisse bietet ein Storyboard Orientierung und Sicherheit. Du kannst damit deine Ideen ordnen, die Handlung optimieren und Pannen bei Dreh und Schnitt vermeiden. Kurzum: Mit einem Storyboard produzierst du effizienter und erzielst bessere Ergebnisse.

Das Tolle ist, dass du kein Profi-Zeichner sein musst – wichtig sind vor allem deine Ideen und die Planung. Ob du nun ein einfaches Erklärvideo, einen Storyboard für einen kurzen Film oder einen YouTube-Clip vorbereitest: Wenn du die oben genannten Schritte befolgst, bist du bestens gerüstet. Nutze Vorlagen und Tools, probiere dich aus und hab Spaß bei der kreativen Planung!

Jetzt bist du dran: Schnapp dir Papier oder öffne deinen Lieblings-Storyboard-Creator und leg los. Mit etwas Übung wirst du immer schneller und besser im Storyboarden. Und du wirst sehen – ein gutes Storyboard zahlt sich aus, wenn die Kamera läuft. Viel Erfolg beim Ausprobieren und viel Spaß beim Storyboard-Erstellen für dein nächstes Videoprojekt!

Wenn du Unterstützung benötigst oder auf der suche nach einer professionellen Videoproduktions-Firma bist, melde dich gerne bei uns.

Portraitfoto von einem Mann
Jan Niklas Behrens
Als Gründer von JNB MEDIA bin ich seit über 13 Jahren leidenschaftlich in der Welt des Filmemachens verwurzelt. Mit einer festen Verankerung in Oldenburg arbeite ich mit Unternehmen wie Telefonica Business Sales und Handelsblatt Media Group zusammen, um inspirierende visuelle Geschichten zu erzählen.

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